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Stress? – Wovon sprechen wir denn hier?

Was ist Stress eigentlich?

Stress ist ursprünglich ein Begriff aus der Materialkunde. Stress ist die Anforderung an ein Material, das aus seinem ursprünglichen Zustand herausgerissen wurde und beschreibt den permanenten Versuch diese Anforderungen auszugleichen.

Stress zeigt sich bei uns in Reaktionen, wie z.B. Herzrasen, schnellere Atmung oder Muskelspannung.

 

Stressreaktionen des Körpers

Stressreaktionen im Körper.

Durch einen Stressauslöser, dem Stressor, entsteht ein Ungleichgewicht zwischen den physischen und psychischen Anforderungen einer Situation und den Möglichkeiten zur Bewältigung dieser.

Im Stress reagiert dein Körper, in dem er dir Energie bereit stellt und deine Körperfunktionen so anpasst, dass du in der Lage bist die Anforderungen gut zu bewältigen.

Dieser Prozess kostet Energie, denn dein System läuft auf Hochtouren. Im natürlichen Verlauf sieht dein System deshalb nach der Anstrengung auch eine Erholungsphase vor. Hier tankst du auf und sammelst neue Kräfte.

Stress ist also nicht negativ, sondern eine wichtige Schutzfunktion.

Stress macht erst dann krank, wenn wir uns lange keine Zeit nehmen, um uns zu erholen.

Kurzfristig ist diese Reaktion kein Problem. Es ist dann viel mehr eine Herausforderung nach der Du dich wieder erholst und auftankst.

Wenn der Stress chronisch wird, dann wird er zur Gefahr für die Gesundheit.
Chronischer Stress kann unterschiedliche Folgen haben.
Die Grafik zeigt Dir  was alles durch chronischen Stress ausgelöst werden kann.

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Stressbewältigung – wo fange ich an?

  1. Akzeptiere, dass Stress nicht negativ ist und zum Leben dazu gehört.
  2. Schaue genau hin: Für die Stressbewältigung gibt es kein Patentrezept.
  3. Finde heraus, wie Du in Stressphasen reagierst.
    Dein Körper gibt Dir dazu wichtige Signale.
    Selbst wenn grundlegende Stressreaktionen ähnlich sind, reagiert jeder unterschiedlich auf Stressbelastung.
    Der Eine wird hektisch und laut, der andere wir immer leiser und zieht sich schnell zurück, der nächste bekommt schnell Kopf-/ und Magenschmerzen wieder ein Anderer reagiert mit Rückenschmerzen und schlaflosen Nächten.
  4. Entdecke welche Faktoren Stress bei dir auslösen.
    Auch die Auslöser, Stressoren, lassen sich nicht pauschalisieren.
    Einige Menschen können wunderbar unter Zeitdruck arbeiten, während andere sich dadurch gestresst fühlen. Andere reagieren durch hohe Erwartungen, Ungeduld oder Perfektionismus gestresst. Zu wenig Schlaf oder permanente Reizüberflutung sind ebenfalls stressende Faktoren.
  5. Gehe Deine Anforderungen aktiv an: z.B.
    Verzettelst du dich immer wieder? Dann lernen Prioritäten zu setzen und deine Zeit zu planen. Macht Dich dein Computer rasend? – Dann lerne ihn zu bedienen.

  6. Hinterfrage Deine Einstellung und entwickle diese: 
    Den größten Stress machen wir uns häufig selbst, indem wir uns z.B. unter Druck setzen oder in allem nur das Negative sehen.
    Sei ehrlich zu Dir selbst:
    Ist das Glas für Dich halb voll oder halb leer?
    Fallen Dir auch die guten Seiten einer Situation auf?
    Regst Du dich stundenlang über Dinge auf, die Du nicht ändern kannst?Trenne Dein Gefühl einmal von den Fakten: Notiere die klaren Fakten. Und Frage dich:  Wie kannst Du die Dinge gelassener nehmen?
  7. Schaffe einen Ausgleich und sorge vor. Deine Zähne putzt Du ja auch nicht erst, wenn Karies grüßt.
    Gehst du regelmäßig einem Hobby nach?
    Wie oft legst Du auch in Prüfungsphasen Erholungspausen ein?
    Wie oft in der Woche tust du etwas für deinen Körper und treibst Sport?

Je besser Du dich selbst kennst und Deine Bedürfnisse wahrnimmst, desto leichter ist es, das Gleichgewicht zu bewahren.

 

56APU_0057 210x180Anke Lambrecht ist Beraterin, Trainerin und Coach für Betriebliches Gesundheitsmanagement.
Arbeit ist das halbe Leben, deshalb muss sie Sinn ergeben und darf Spaß machen.
Ich unterstütze Menschen und Organisationen Motivation, Begeisterung und hohe Leistungskraft im Alltag zu vereinen und zeige ihnen wie sie ihre Möglichkeiten dazu nutzen.

 

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